Zwischenhändler kennt man vor allem wenn es um die Vertriebspolitik geht, hier treten sie als Händler auf, die zwischen dem Hersteller und dem Endabnehmer stehen. Diese Stufe wird oft von Unternehmen genutzt, da eine eigene Verkaufsstelle sehr zeit- und kapitalintensiv wäre und man so einfacher seine Ware vertreiben kann. Allerdings hat man dadurch den Nachteil, dass einem der direkte Kundenkontakt fehlt. Diese Konstellation kann man auch auf die Einkaufsfinanzierung übertragen. Das bedeutet dann, dass es einen Zwischenhändler gibt der die Ware einkauft und sofort bezahlt, wohingegen der eigentliche Abnehmer von dem Zwischenhändler beliefert wird und ein Zahlungsziel von bis zu 180 Tagen hat. Wie lange dieser Zeitraum allerdings ist, hängt von der Unternehmensgröße ab, denn bei kleinen liegt die Höchstgrenze schon bei 90 Tagen. Ein weiterer Unterschied zwischen großen und kleinen Unternehmen liegt in der Höhe der Vorfinanzierung, bei großen wird der gesamte Betrag gezahlt, bei kleinen hingegen nur zwischen 80 und 100 Prozent.

Ein weiterer bedeutender Vorteil den die Einkaufsfinanzierung bietet ist, dass sie sich im Gegensatz zu anderen Finanzierungsmaßnahmen sowohl für inländische als auch für ausländische Lieferanten eignet. Meistens beschränken sich Vorfinanzierungsangebote auf Partner aus dem Inland, da man hier ein geringeres Risiko hat. Allerdings gibt es auch hier Bedingungen, die erfüllt werden müssen, aber von Unternehmen zu Unternehmen variabel sind, deshalb sollte man nicht nach kurzem lesen über die Einkaufsfinanzierung entscheiden ob sie sich eignet oder nicht, sondern sollte sich auf jeden Fall ein Angebot einholen, denn oftmals vergisst man bestimmte Faktoren, die man beachten sollte und trifft eine vorschnelle Entscheidung.